Griaß Eich!
Schon die alten Römer, diese antiken Gatzlmacha, haben
uns Bayern als "Räubergesindel" und
"wilde und unzivilisierte und böse Barbaren" bezeichnet. Na und?
Dieses süßliche, hinterfotzige
Getue der anderen Rassen liegt uns nun einmal nicht. Wir sagen, was wir
denken, wir bringen,
wie man auf neudeutsch sagt, unsere Meinung auf den Punkt. Manchmal ist es der
Punkt unter
dem Kinn, der zum sogenannten klassischen K.O. führt. Sei´s drum.
"Schimpfworte und Flüche von monumentaler Erhabenheit" bewundern Historiker an
uns. Kunststück!
Jahrtausendelang haben wir es geschafft, unsere Feinde schon vor der Schlacht
auf diese Weise
einzuschüchtern.
"Zieht den Bayern die Lederhosen aus!" quäkt es durch die Stadien.
Das i net lach! Das ist doch weiter nichts als das berühmte nächtliche Pfeifen
im Walde. Geht´s her,
ihr Auftreiwa, wenn´s Euch trauts, sakra! Buam, wanns raufen wollts, derfts
as bloß song!
D´Messa san gschliffa und d´Pratzn san gladn! Und nächstes Jahr werden wir
wieder Meister
net bloß im Fluchen, dass des klar is!
Wir gehen nämlich zur Sache. Aber anders als die großfotzatn Breißn!
Bleiben wir beim Beispiel Fussball:
Das fanatische Getue und der Kasernenhofton sind nicht unsere Sach. Bei uns gilt
nämlich Fair Play.
Wir san lässig und souverän. Schon immer gewesen. Da reicht doch die Drohung
schon aus,
damit der Gegner ins Hemd bieselt.
Und genauso ist es mit dem Fluchen. "Das Register aller bayrischen Schimpfnamen
wäre ungeheuer
lang und wunderbar zu lesen" hat uns schon 1784 der Schriftsteller Johann Pezzl
bewundern zugestanden.
Welcher deutsche Stamm kann sich schon mit unserer Schimpfkultur messen?
Keine andere Sprache ist so genau erforscht wia die bayrische. Das kann ich Euch
sogar beweisen:
Da haben wir unseren Johann Andreas Schmeller (1785-1852), der das "Bayrische
Wörterbuch"
geschaffen hat. Auf den sind wir ganz besonders stolz. Der Ringeis Franz hat in
unseren Tagen ein
"Neues Bayrisches Wörterbuch" folgen lassen, mit neuen alpenländischen
Begriffen.
Und der Aman Reinhold - ein echter Professor" - hat sogar eine wissenschaftliche
Arbeit
über die bayrischen Schimpfwörter geschrieben.
Und jetzt seid Ihr auf einer absolut Brandneuen Seite mit über 450 Begriffen,
die einmal mehr beweisen:
Der Bayer als solcher ist ein richtiger Herrgottsakramenta und besitzt
den größten und einfallsreichsten
Schatz an Schimpfwörtern von allen deutschen Volksstämmen. Ich könnte euch jetzt
noch einen Haufen
Schmarrn erzählen über die bayrischen Regierungsbezirke und Sprachgrenzen.
Und ein paar Klugscheißer
werden mir vorhalten, dass man meine Begriffe ganz anders schreibt und
ausspricht und dass ich erwähnen
soll, dass Bayern, ehe es 1805 ein Königreich wurde, mit "i" statt mit "y"
geschrieben wurde
und warum das alles sauwichtig ist. Aber das interessiert euch vermutlich
ungefähr so wie die Nachricht,
dass es in China an Reissack z´rissn hod (ein Sack Reis geplatzt ist).
Nix für unguat: Ihr wisst´s ja, dass wir im Grunde unseres Herzens eine
liebenswürdige Rass´ sind,
wann man uns nur lässt. Aber ein ehrlicher Bayer nimmt eben kein Blatt vor den
Mund.
Der ist nicht so als wie die siaßen Kniebiesla aus dem restlichen Gebiet
unserer Republik.
Und jetzt: Bedient´s Euch.
Amen
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
| Aa | |
| Aas | Widerling, hinterfotziges Wesen. Und zwar jeden Geschlechts |
| Abbrennta | einer der abgebrannt, also pleite ist. |
| Abfoi | Abfall, auch menschlicher. Du bist doch weita nix als wia a Haufn Abfoi! |
| Abgstandnes Weibsbuid | alles andere als ein frisches weibliches Wesen |
| Abikemmana | ein verwahrlostes, heruntergekommenes Wesen |
| Abkocha | Austrickser, mit allen Wassern gewaschener Geschäftsmann |
| Aborttieftaucha | was einer bei derartigen Exkursen findet, ist klar: den letzten Scheiß. |
| Abschleppa | Aufreißer |
| Abstauba | nimmt alles mit, Schmarotzer - auch oder gerade im zwischenmenschlichen Bereich |
| Abtritt | Toilette. Hier schtinks wia im Abtritt |
| Afer | eine Dame, von der man nicht besonders viel hält. Genaugenommen: gar nichts! |
| Apruiaff | einer, der in den 1.April geschickt wird. |
| Aufmandla | einer, der Männchen macht und gräßer sein will, als er von Natur aus ist. Mandl di ned so auf! |
| Aufmischa | dämmlicher Schläger, Türsteher |
| Aufmucka | einer der wagt aufzubegehren |
| Aufmüpfiga | ist ständig anderer Meinung |
| Aufreißa | der Märchenprinz aus der Provinz. Seine Aufreißversuche enden meist mit einem Blauen Auge |
|
Auftaklte |
jenseits des guten Geschmacks aufgeputzte Dame
der Begriff stammt vermutlich von Tocke - einem alten Wort für Puppe |
| Auftreiwa | Unruhestifter, Querulant |
|
Ausfratschla |
Vorsicht! Diese Person hat die Eigenschaft, jemanden auszufragen, ohne dass
man es merkt Diese Typen waren einst bei der Stasi ziemlich gefragt. |
| Aussigrasa | geht fremd wie das Rindvieh, das auf der Wiese vom Nachbarn grast. |
| Bb | |
| Baamschui | Baumschule. Du host ja ned amoi an Abschluss von da Baamschui! Du bist total ungebildet |
| Baaz | Schmutz, Dreck |
| Baazi, Bazi | Kurzform von Lumpazius, abgemilderte Form von Gauner, Lump, Betrüger |
| Babbn | Schimpfwort für Mund. Hoit die Babbn |
| Bachera | Pisser |
| Bachratz | Bachratte, Abschaum |
| Badawaschl | geringschätzig für Friseur. Vazäi doch dein Schmarrn deim Badawaschl |
| Badwandlfüaß | kurze O-Beine |
| Bagasch | geringschätzige Bezeichnung für eine Gruppe von Menschen, die einem nicht besonders nahe steht. |
| Bämperl- | Vorsilbe für schlecht, geringwertig. Ihr seids scho so a Bämperlverein! |
|
Bär |
Abkürzung von Saubär. Also jemand, der sich daneben benimmt, weil er
entweder in der Öffentlichkeit rülpst oder pfurzt. |
| Batznlippe | Schussel, Tolpatsch (Lippe ist die Abkürzung für Philipp) |
| Bauanhachtn | unsensibler Grobian, der wenig Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt. |
| Beißn | zeterndes Weib |
| Beißzang | Steigerung von Beißn. Zang - die Tochter, Zang Zang - die Mutter, Beißzang - Die Schwiegermutter |
| Beitl | gemeint ist der Beutel der den männlichen Wesen zwischen den Beinen hängt. |
| Beitlschneida | verlangt viel zu hohe Preise und schneidet damit dem Kunden den Geldbeutel auf oder ganz ab. |
| Belli | Kopf. Im Fußballstadion oder Kino: Dua dein Belli zur Seitn, i sig nix! |
| Besn | Besen, zerrupftes g´schlampertes Weib. Bei der bleibt keiner weil sie meist recht bösartig ist. |
|
Betbruada, -schwesta |
scheinheiliger Mensch. Betet zwar viel von Nächstenliebe. Diese ist ihm im restlichen Leben aber Fremd |
| Betthafa | Nachttopf, wenig charmante Bezeichnung für ein unattraktives weibliches Wesen |
| Bettwanzn | Faulpelz, der morgens einfach nicht aus den Federn kommt. |
| Biadimpfe | hat sich aufgrund übersteigerten Alkoholkonsums um den Verstand gesoffen. |
| Bide | hohler, aufgeblasener Typ |
| Bimbas | Schädel, glei hau i da auf dein Bimibas |
| Binkl | fein gekleideter, aufgeblasener Geck, der sich viel zu wichtig nimmt. |
| Bislwassa | fad schmeckendes Getränk. Meist im zusammenhang mit Bier. |
| Bißgurkn | Dame die Haare auf den Zähnen hat. Und meist auh auf der Oberlippe |
|
Bixlmadam |
diese Dame kann es sich eigentlich garnicht leisten, gibt aber trotzdem
tierisch an. Das nötige kleingeld für ihre Extravaganzen holt sie sich aus ihrer Sparbüchse |
| Bixn | Vulgärausdruck für Vagina, der oft auch für die gesamte weibliche Person verwendet wird. |
| Blädl | ein nicht gerade mit hohen geistigen Fähigkeiten gesegneter Mensch |
| Blatschari | abwertend für alles Große oder große Pickel. |
| Blembe | schales Bier |
| Bluat | Ausdruck der unangenehmen Überraschung: Bluatige Hennakepf |
| Bluatsauarei | Unverschämtheit. Ausruf der absoluten Empörung |
| Blunzn | fetter Hintern, oft aber für den ganzen Besitzer gültig. |
| Bodschal | Tolpatsch |
| Boin | Querkopf, der zu keinem Kompromiß bereit ist. Roßboin sind Pferdeäpfel |
| Boinbruada | macht vor lauter Angst in die Hose |
| Bosnickl | jähzorniger, gemeingefährlich-aggressiver Typ |
| Breanzla | Herumtrödler |
|
Breiß |
der Preuße an sich: laut, kraftmeierisch, besserwisserisch, mit
Popo-Scheitel und Ärmelschonern. Kurz und schlecht: ein Beamter aus den Miefstuben des vorigen Jahrhunderts. Leider auch heute noch nicht ausgerottet. |
| Brentn | Dame, die mit ihrem Übergewicht jede anständige Waage sprengt. |
| Brettlebne | Dame ohne attraktive Oberweite.. eben wie ein Brett |
| Briedschn | Dame mit eindeutig zweideutigem Ruf |
| Brimmsla | eine Person, die einfach nicht zu Potte kommt. |
| Broatarsch | jemand mit einem breiten Allerwertesten, in dessen Ritze man eigentlich ein Fahrrad abstellen könnte |
| Brumma | Mensch mit erheblichem Übergewicht. Sowas wie eine laufende Tonne |
| Brunza | planlos in die Umgegend urinierender kleiner Pisser |
| Bschieß, Bschiß | Beschiss, Betrug |
| Bsundana | Besonderer, allerdings geringschätzig gemeint |
| Bucklata | Buckliger |
| Büffe | Mensch ohne große Manieren, Bauerntrampel |
| Bürschal |
junger Bursche. Wird ein älteres Mannsbild so bezeichnet, ist ihm weder
geistig noch körperlich etwas zuzutrauen. Oft auch als Drohung: Wart nua, Bürschal, glei schewats |
| Bürschtla |
deftige Bezeichnung für einen potenten Liebhaber. Wer ein weibliches Wesen
bürschtlt, nimmt sie sexuell ziemlich grob her. |
| Cc | |
|
Casanova |
Schürzenjäger, der in Bayern nach Vorstellung der Touristen immer eine
Leiter unter dem Arm trägt - um damit zu fensterln |
| Chaotngschwerl | Anhänger der gegnerischen Fußball-Mannschaft |
|
Charaktasau |
Das Entsprechende Borstenvieh hat mit Sicherheit mehr Charakter als der mit
diesem Schimpfwort titulierte Mensch |
| Christkindl | reichlich naive Person |
| Dd | |
| Dachara | Dieb, der stiehlt wie ein Rabe. |
| Dachtl | Ohrfeige |
| Damischer | dämlicher Kerl, meist in Verbindung mit einem Tier; damischer Hund |
| Däppal | kleiner Depp |
| Dappi, Dappe | zum Deppen geworden |
| Dätschenkopf | dieser hat einen Schlag mit der flachen Hand auf den Kopf bekommen und ist dabei vollkomen verblödet |
| Dattl | einer, der ebenfalls nicht ganz dicht im Kopf ist |
| Deckl | merkwürdiger Hut |
| Deifi | Teufel |
| Deixl | ähnlich wie Deifi, Pfui Deixl! |
|
Depp |
beinahe schon ein internationales Schimpfwort. Man kann jedoch davon
ausgehen, daß es in Bayern um noch ein paar Prozent häufiger benutzt wird als jenseits des Weißwurstäquators. |
| Diab | Dieb |
| Doidde | Dummkopf |
| Dotschn | Ausdruck für eine tollpatschige, meist weibliche Person. Ursprünglich Kohlrübe. |
| Dracha | keifendes Weib |
| Drack | besonders freches Kind. |
| Dranghofa | Schlampe |
| Dreigschau, bleeds | unintelligenter Blick |
|
Drek, Dreck |
Drek am Stecka ham - etwas ausgefressen haben. Jetzt host dein Drek im Schachtal! - Jetzt hast du die Quittung für dein Verhalten |
| Drekbär | siehe Bär |
|
Drekhamme |
bedeutet ungefähr das gleiche, je nachdem ob einer den Eber oder den Hammel für das schmutzigere Tier hält. |
| Drekhund | der ist nicht viel anders als die beiden oberen aber möglicherweise noch etwas hinterfotziger |
| Dreksau | Steigerung des Schimpfworts Sau. |
| Drekschleidan | Mensch mit besonders frechem Mundwerk, der Dreck über andere schleudert. |
| Drewan | diese Frau nimmt es mit der Reinlichkeit nicht allzu genau |
| Drud | alte Hexe |
| Drutschn | tollpatschiges weibliches Wesen |
| Dschoppal | hat leider vergessen "Hier!" zu rufen, als der liebe Gott die Intelligenz verteilte. |
| Duin | Ohrfeige |
|
Duitaff |
beliebte Person, da man auf ihre Kosten Witzchen machen kann, ohne dass sie
es merkt. Duit = Dult = Jahrmarkt |
| Dummal | einfältiger Mensch, fast schon liebevoll gebraucht |
| Dünnschiß | Durchfall, auch: geistig wenig ertragreiche Einfälle |
| Duttara | unreife aber großsprecherische Person die eigentlich noch an der Duttn hängen müsste |
| Duttn | üppige weibliche Brust |
| Ee | |
| Ecknsteha | Tagedieb |
| Eiblasa | opportunistischer Schöntuer, der anderen nach dem Mund redet |
| Eikastlta | Eingesperrter, einer, der im Gefängnis sitzt |
| Einagschmeggda | Zugereister, meist ein Saupreiß |
| Eirissiga | jemand, der schnell eingerissen, beleidigt ist |
| Eissackla | Mitglied der Partei der Nehmer. Wo auch immer er die Gelegenheit findet - er heimst ein. |
| Eischnacklta | jemand der für sein Leben gern plötzlich beleidigt ist. |
| Eispeiba | noch eine Nummer Schlimmer als der Eiblasa. Ein Judas hoch zwölf. |
| Eita | großer Busen, Euter |
| Eklhafta | um diesen Unausstehlichen Menschen sollte man einen großen Bogen machen |
| Elend, langs | besonders lange und dürre Person. Man kann davon ausgehen, dass auch die Leitung lang ist. |
| Ellerbätsch | Ausdruck der Schadenfreude, wie Ätsch. |
|
Enge, boaniga |
so beschimpfte der Engel Aloisius in Ludwig Thomas 'Münchner im Himmel' den
Engel, der keinen Schmai (Schnupftabak) mit sich führte. |
| Erbsnzähla | einer, der es übergenau nimmt. Nicht selten ein Vorgesetzter |
| Erzdepp | besonders gelungenes Exemplar der Sorte "hirnrissige Menschen" |
| Eschpas | übergroße Skepsis, die zum Hindernis werden kann. |
| Ff | |
| Fack | Ferkel, unanständiger Kerl |
| Falott | Tunichtgut, übler Geschäftemacher. Fallieren hat die ursprüngliche Bedeutung: bankrottmachen. |
| Fätz | schlampiges Weib |
| Faxn | unnötze Show, Ausreden |
| Fega | eine so bezeignete Dame hat nur Amüsement im Kopf und ist für solide Dinge nicht zu gebrauchen. |
| Fegeisn | Dieses Weib zankt entweder ständig herum oder ist dauernd auf Achse |
| Fegn | Streithansl |
| Fettn | unästhetische, überflüssige Pfunde. Schaug da dem sei Fettn oo! |
| Fex | der ist immer für einen Streich gut |
| Fischaugade | das Geschau dieser Dame erinnert an reichlich glubschäugige Fische |
| Flenna | Heulsuse |
| Flitschal, Flitscherl | ein solches weibliches Wesen nimmt es mit der Wahl der männlichen Begleiter nicht allzu genau. |
| Flitschn | Die Steigerung von Flitscherl. Stirbt aufgrund von Aids jedoch immer mehr aus |
|
Fotzn |
vier höchst unterschiedliche, jedoch nie schmeichelhaft angesprochene
Körperteile und eine körperliche Handlung. Da wäre erstens der Mund: Hoit die Fotzn Dann das ganze Gesicht: Mei, hast du a bläde Fotzn! Drittens (und sehr ordinär) die Frau, so beschrieben anhand ihrer Vagina: Schaug da de Dregfotzn oo! Und viertens die Ohrfeige: Magst a Fotzn? Wobei dies schon fast die harmloseste Bedeutung dieses Allzweck-Schimpfwortes ist. |
| Freßsack | frisst viel und schnell |
| Fuchtl | schlampiges und wenig geliebtes Weib. Ursprünglich Peitsche |
| Fuchzga | foischa Fuchzga - hinterfotziger Kerl. Ursprünglich Fünfzigmarkschein |
| Fummla | Herumtapper oder Pfuscher |
| Gg | |
| Gankal | schlampiger Kerl, bei dem es zu Hause aussieht wie bei Hempels unterm Sofa. |
| Garneamd | Garniemand, eine Null |
|
Gassnbua oder
Gassndeandl |
junges Gemüse, das sich auf der Gasse herumtreibt. Durch das rigorose
Durchgreifender bayrischen Sittenwächter allerdings mehr im Frankfurter oder Hamburger Bahnhofsviertel als in bayrischen Städten zu finden |
|
Gatzlmacha |
einzig richtige Schreibweise einer diskriminierenden Bezeichnung für
Italiener, da diese früher mir Gatzln (Schöpfkellen) und ähnlichem hausieren gingen. Das falsche "Katzelmacher" war immerhin der Titel des Filmes, mit dem Rainer Werner Faßbinder seinen Durchbruch als Regisseur hatte. |
| Gauschterna | der hat kein Ziel und wurschtelt vor sich hin. Kommt vom französischen "gaster" für "verderben" |
| Geizkragn | Geizhals |
| Getratsch | nennt sich heutzutage "Informationsaustausch" |
| Gfeita | einer, an dem (im unangenehmen Sinn) alles abprallt, der gegen alles gefeit ist. |
| Gfrieß, Gfriß | Gesicht. Dem sei saubleeds Gfriß wenn i scho sig! (von Fresse) |
| Gibsche | Dickschädel |
| Gifthafal | dieser Zeitgenosse zeichnet sich nicht durch gute Umgangsformen aus |
| Giftnudl | uncharmantes Weibsbild |
| Gigal | ein Stenz, der sich herrichtet wie ein Pfau. |
| Gimpl | Dummkopf |
| Glache | ungehobelter Kerl, aber auch Penis |
|
Glasscherbnviertl |
in diesem Viertel sind die Fensterscheiben zerborsten. Von dort kommt das Gschwerl. Neudeutsch: Slums |
| Gläzn | fader, wie ausgetrockneter Kerl. Ursprünglich ausgedörrte Birne |
| Gläznbene | Verstärkung von Gläzn |
| Gloamta | den hat man übers Ohr gehauen. Der ist geleimt worden. |
|
Glocknspui |
hängt dem Mann zwischen den Beinen. Und wenn er damit umzugehen versteht, hört die Frau die Glocken läuten |
| Gloiffe | grobschlächtiges Mannsbild |
| Glotzaugade | siehe Fischaugade |
| Gmoadepp | Dorftrottel |
| Gnagg | Dickschädel |
| Goaß, dürre | diese Dame besteht nur aus Haut und knochen |
| Goggolori | Klassenkasperl, Betriebsnudel |
| Göidsok | bösartiger Geizhals, der auf seinen prallen Geldsäcken sitzt. Teilen ist für ihn ein Fremdwort |
| Goschn | herablassend für Mund: Hoit die Goschn! |
| Graffl, Graffe | Plunder, unnützes Zeug, dua die Graffl da weg! |
| Grantlhuaba | Mürrischer, meist älterer Herr. |
|
Grattla |
Angehöriger der Unterschicht, Tunichtgut. Die Gratte ist ein Handkarren, mit
der ursprünglich Tiroler Hausierer durch die Lande zogen |
| Greizhalleluja | Ausdruck des Zornes und der Wut, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll |
| Grempe | unnützes Zeug, das sich oft zum Beispiel auf dem Dachboden findet |
| Griasgram | dieses Mannsbild ist mit Sicherheit nicht gut aufgelegt |
| Griffe | harablassend für Finger. Laß deine Griffe weg! Kommt von greifen. |
| Großkopfata | reicher, mächtiger und (meist) arroganter Mensch |
| Gruasch | durcheinanderliegender Kram. |
| Gschaftlhuaba | Windbeutel, der viel Lärm um nichts macht und alle anderen mit seiner Wichtigtuerei nervt. |
|
Gscherta |
ordinärer, grober, gemeiner Mensch. Leibeigene Bauern mussten früher mit
geschorenen Haaren herumlaufen. Heutzutage erlebt man die Gscherten jedoch vor allem in der Schicht der "Neureichen" |
| Gscheithafal | der hat die Gescheitheit mit dem Löffel gefressen. |
| Gschlamp | unaufgeräumtes Zeug. |
| Gschlare | mit diesem Windhund sollte man sich nicht ernsthaft einlassen |
| Gschleaf | diese Dame steht nicht im besten Licht. Ursprünglich mitgeschlepptes Gesindel |
| Gschloaf | schlampig mit sich geführtes Gepäck |
| Gschmarr | Geschwätz |
| Gschmatz | Schmatzen beim Essen aber auch Geschwätz. |
| Gschnappige | freches, vorlautes oder schnippisches weibliches Wesen |
| Gschwafe | Geschwafel, Geschwätz |
| Gschweal | schlimme Sippe |
| Gschwoidl | er gehört zur großen Schar von Dummköpfen |
| Gsöi | nicht sonderlich zuverlässiger Mensch. Von Geselle. Ähnlich wie Bsundana |
| Gstinkata | Faulpelz |
| Gurgl | siehe Bißgurkn |
|
Gwaff |
geringschätzig für Mund oder Gesicht. Hoit de gwaff! Ursprünglich heißt
waffen "verächtlich reden". auch: Hoit de Waffn! |
| H h | |
| Hachl | grobschlächtiger Kerl ohne Manieren |
| Hachtn | Grobian |
| Hadalump, misarabliga | durchtriebener Gauner |
| Hadan | verkommenes Weib, ursprünglich Lumpen. Der ebenfalls geläufige Haderlump ist demnach doppelt gemoppelt. |
| Hafa | wenig attraktives weibliches Wesen, ursprünglich Tiegel oder Topf |
| Hallodri | Bruder Leichtfuß, dem alles mögliche, nur nichts Vernünftiges zuzutrauen ist. Von Allotria griechisch für Unfug |
|
Hamme |
ob der Hammel so rücksichtslos ist, wie der mit ihm verglichene Mensch, sei
dahingestellt So gschtinkat ist er auf jeden Fall. |
| Hampara | ein liederlicher Mensch, der in ärmlichen Verhältnissen haust. |
| Hanswurscht | Pantoffelheld, einer, der nichts zu sagen hat. |
| Haschal, armes | meist durch eigene Dummheit in Not geratenes weibliches Wesen |
| Haudara | ein verhutzeltes Männlein, das nur aus Haut und Knochen besteht; eine Flasche halt. |
| Hausdracha | streitsüchtige Weibsperson. Meist die Ehefrau aber auch Schwiegermütter. |
| Heislschleicha | Schleimscheißer und Arschkriecher |
| Herglaffana | ein Dahergelaufener, meist ein Saupreiß oder einer aus dem verfeindeten Nachbardorf. |
| Herrgottsakramenta | der ist uns überlegen und das stinkt uns natürlich |
| Herrschaftseitn | dieser Ausruf steht eigentlich für alles, nur nicht für was Gescheites |
| Hex | die Hexe als das raffinierte Weibliche an sich. Und das ist dem Mann ja bekanntlich höchst suspekt und fremd. |
| Hiasl | Dummkopf |
| Himpehampe | blinder Aktivismus, viel Lärm um nichts |
| Hintafotz | heimtückischer Zeitgenosse |
| Hoibschaariga | unzuverlässiger Zeitgenosse, der gern den feinen Maxe herauskehrt, ohne dass in Wirklichkeit viel dahinter ist. |
| Hoizfuchs | heimtückisches Mannsbild |
| Hundsbua | Lausbub |
| Hundskrüppe | vorlauter Kerl |
| Hupfa, junga | einer, der noch nicht trocken hinter den Ohren ist. |
| Ii | |
| Iwe | Übel. Mir is iwe, i kotz in Kiwe! |
| Jj | |
| Jochgeia | Lämmergeier |
| Jodl | grobschllächtiger, stiernackiger Mensch. Beliebter Name für Stiere. |
| Kk | |
| Kaas | Dummheit, Der vazapft doch bloß Kaas! |
| Kaasloabal | an den ist noch nie Sonne hingekommen. |
| Kache | leichtes Mädchen. Ursprünglich Vulgärausdruck für Scheide |
| Kaschpal | den nimmt keiner für voll, weil er bloß Blödsinn verzapft. |
| Keifzanga | keifende Alte |
| Kirchalicht | wem es an geistiger Substanz fehlt, der ist koa Kirchaliacht |
| Knickata | Geizhals |
| Kniebiesla | der hat vom richtigen Leben noch keine Ahnung |
| Konixl | Nichtskönner |
| Krampfhenna | ein dummes, zweibeiniges, meist weibliches Huhn, das jede Menge Unsinn daherredet |
| Krattla (siehe Grattla) | diese Herrschaften haben noch nie ein Nobelrestaurant von innen gesehen. Ihnen fehlt die feine Lebensart |
| Krautara | armseliger Alter |
|
Krischpal |
als solches läuft man ständig Gefahr, andern quer vor der Nase zu hängen,
wenn sie tief einatmen, so klein und schwach ist man. |
| Krüppe | Krüppel und als solcher raffiniert und durchtrieben genug, um aus seinem Schicksal Kapital zu schlagen. |
| Kruzifix | einer der meistgebrauchten bayrischen Flüche. Es ist halt schon ein Kreuz mit so manchen Sachen. |
| Kruzifünfal | Gottesfürchtige oder abergläubische Leute entschärfen auf diese Weise den Fluch Kruzifix |
| Kruzinäsn | eine weitere Entschärfung |
| Kruzitürken | eigentlich auch eine Entschärfung, wird durch die Diskriminierung eines anderen Volkes allerdings |
| wieder zur Verstärkung | |
| Ll | |
| Labara | einer, der nur dummes Zeug daherredet. |
| Lackaff | aufgemotzt wie aus dem Modemagazin, aber mit einem Gesicht wie aus dem Zoo |
|
Lackl |
weil der französische General Melac im 17. Jahrhundert im Auftrag Ludwigs
XIV. (14) die Pfalz verwüstete, wird heute in Bayern mehr oder weniger jedes grobschlächtige Mannsbild mit seinem Namen tituliert |
| Lapp | Läppischer Tropf, mit dem man sich einen Spaß machen kann |
| Lätschn | dummes Gesicht |
| Leffe | junger Bursche ohne Manieren |
| Lewantina | kleiner Gauner |
| Liagnschibbe | einer, der sich mit kleinen Lügereien durchschlägt |
|
Luada |
ist der lateinische Wortstamm "ludus" (Spiel) noch harmlos, so gilt das
mannstolle und raffinierte Weib, das mit diesem Begriff tituliert wir, nur selten als gesellschaftsfähig. |
| Luagabeitl | Lügner der besonders abgefuckten Sorte |
| Lump | besonders ausgeschämtes Exemplar der Gattung Mensch |
| Lumpn | Manchmal sieht man es diesem Kleidungsstück nicht an das es aus dem Hause Lagerfeld kommt |
| Lungaharing | Schleim, den man geräuschvoll nach oben zieht, um ihn auf die Straße zu spucken. |
| Lura | Spanner, der nachts im Park Liebespärchen zuguckt. |
| Luschn | eine Null |
| Lätschat | träge und ohne Biss - das gilt gleichermaßen für Mensch, Trank oder Speiße |
| Mm | |
| Magnschoaß | Rülpser |
| Mai | mitnichten der Monat, sonder das Maul. |
| Mandschgal | kleines, unbedeutendes Männlein, das sich gern aufplustert |
| Marie, bluadsaure | deftiger Fluch, der sich beispielsweise für den Moment eignet, in dem der Hammer auf dem Finger landet. |
| Mistamsl | halb boshafter, halb anerkennender Ausdruck für ein Weib, das einen ausgeschmiert hat |
| Mistgurgl | weibliches Wesen, aus dessen Gurgel nur böse Redensarten entfleuchen |
| Nn | |
| Nickl | wenig geschätzter Kerl, vermutlich von der alten Münze Nickel |
| Noagalzutzla | jemand, der die Reste aus anderen Biergläsern verputzt, muss schon wirklich ein armseliger Wicht sein. |
| Noggn, fade | launisches Weib |
| Nudldrugga | Korinthenkacker, Krämerseele. Leider vollkommen kleinkariert. |
| Oo | |
| Oasch | Arsch. Absolutes Allround-Schimpfwort. |
| Oaschkiracha | den mag man in jeder Firma |
| Oaschloch | in Bayern nicht unbedingt als Schimpfwort gehandelt, sondern zum Wortschatz gehörig wie etwa Griaß Gott. |
| Odl | Odel, Jauche. Zu jemandem, der Mundgeruch hat: Der schtinkt aus´m Mai ois wia Odl! |
| Oschiß | das, was der Chef am liebestn erteilt |
| Pp | |
|
Patschal |
etwas abgemilderte Form von Tolpatsch. Wer eine Patschhand hat - also meist
ein Kind - vermag damit in den seltensten Fällen geschickt zu arbeiten. |
| Pfiati God, scheene Heimat | gemäßigter Ausdruck für, Mi leckst am Oasch |
| Plempe | ganz allgemein: wertloses Zeug; und speziel: wertloses, weil abgestandenes Bier |
| Porschambal | Nachttopf, von französisch pot á chambre. Gern als Beleidigung für seltsam anmutende Hüte verwendet |
|
Preißnhoibe |
einer der weitaus größten Rückschritte bayrischer Kultur: Die Reduzierung
der Halben Bier zu 0,4 Liter wobei der Preis jedoch für 0,5 Liter berechnet wird. Auch so eine neumodische preußische Erfindung |
| Proz | je nach Belieben kann sich der so Gescholtene als Kröte oder tierisch angeberischer Kerl angesprochen fühlen |
| Quengla | fällt einem ziemlich auf die Nerven. Kommt besonders häufig in Form von Kindern vor. |
| Quoin | wie eine Qualle: Aufgeblasen, lästig, schmerzhaft |
| Rr | |
| Ramme, gscherta | rücksichtsloser, dummer Mensch mit unangenehmem Äußeren. |
| Rand | zorniger Befehl, den Mund zu halten: Hoit dein Rand |
| Ranzn | dicker Bau. Aber auch bösartig für Mund |
| Ratschkathl, Ratschn | jemand, der gern (und nervig) Kommunikation betreibt |
| Ratschweib | siehe Ratschkathl |
| Riape | Ellbogenmensch |
| Rindviech | davon gibt es jede Menge - vermutlich mehr zwei- als vierbeinige. |
| Rooz, Rotz | herablassend für Zeug |
| Rüabbe, Rüappe | Grobian, Rüpel, Ableitung der Namen Rupert bzw. Rupprecht |
| Ruach | hartherziger, knauseriger Mensch beziehungsweise dessen Eigenschaft |
| Ss | |
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Sakrament |
ehe ein Bayer diesen Fluch gebraucht, muß es für ihn doch ganz schön weit
gekommen sein.
Da dieser Volksstamm es sich in der Regel mit allem, was mit der Kirche zu
tun hat, nicht gern verdirbt, ist man
im gottesfürchtigen Bayernland mit Flüchen, die ernsthafte religiöse
Begriffe beinhalten, lieber vorsichtig.
Daher haben sich eine Menge Ersatz-Flüche eingebürgert. Gleiches gilt z.B.
auch für Kruzefix. Saxndi, Sakradi, Sacklzement, Sakrawoit, Sappra, Sappradi, Sappralot, Sapprament, Sapprawoit, sind z.B. Ersatzausdrücke für Sakrament |
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Sakramenta |
halb Schimpfwort, halb anerkennender Begriff für jemanden, der einen ärgert, dabei aber durchaus raffiniert vorgeht |
| Sargnagl | dieser bringt einen dem letzten Stündlein näher. Wird oft auch für Zigaretten benutzt |
| Sau | sowas wie ein Oberwutz |
| Saufraß | Kochkunst, die nicht gerade Preisgekrönt wurde |
| Saufratz | ungezogenes Kind |
| Saukerl | ausgeschämtes Mannsbild |
| Saukopf | Steigerung von Saukerl |
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Saupreiß |
alles Menschliche, was man nicht liebt, vor allem, wenn es norddeutschen
Dialekt spricht. Siehe auch Breiß |
| Sauweda | zum Glück im schönen sonnigen Bayernland eine Seltenheit |
| Schachtl | jedes nicht sehr sympathische weibliche Wesen. |
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Schaftskopf |
Dummkopf, meist aber nicht allzu hart gemeint. Im übrigen nicht zu verwechseln mit dem beliebten Kartenspiel |
| Schafszipfe | hat in etwa die selbe Bedeutung wie Schafskopf |
| Schäin | Ohrfeige |
| Schatuin | alte Schachtel, von Schatulle. |
| Schdeffe | Mensch ohne Manieren, Stoffel |
| Scheesn | altes, böses Weib |
| Scheicha | Vogelscheuche |
| Scheißdrek | absolut nichts wert, uninteressant. |
| Scheißglump | etwas, das nicht ums Varreckn funktionieren will. |
| Scheißkerl | Feigling |
| Scherbn, Scherm | heruntergekommenes Weib |
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Schicks |
eine der ärgsten Beleidigungen für ein Mädchen. Es wird damit einem "leichten" Mädchen gleichgestellt. Von Hebräisch 'schekez': verabscheuungswürdig |
| Schlampn, Schlambampn | schlampiges, heruntergekommenes weibliches Wesen |
| Schlankal | kleiner Gauner |
| Schlauchal | Klugscheißer |
| Schleimscheißa | Arschkriecher |
| Schlofzipfe | Langschläfer, der den warmen Bettzipfel nicht loslässt |
| Schmarra | einer, der nur Schmarrn produziert, also dummes Zeug redet |
| Schmarrnkiwe | wie Schmarra |
| Schmoißgoaß | dürre, unattraktive Frau. |
| Schnadan | schnatternder Mund wie bei den Gänsen der Schnabel. Auch hier: Hoit dei Schnadan |
| Schnaiza | Feigling |
| Schnoin | Nutte |
| Schnointreiba | Zuhälter |
| Schnuatn | verächtlicher Ausdruck für Mund. Auch beleidigte Miene |
| Schoaß | Furz, Nichts. |
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Schoaßtromme |
einer, der dauernd Blähungen hat. Darüber hinaus auch reichlich bösartiges
Wort für ungeschickt auftretendes Weib |
| Schraubn | unattraktives aber großspuriges Weib |
| Schraubndampfa | Walküre, ab ca. 90 Kilogramm |
| Schtreithamme | streitsüchtige Person |
| Seich | seichtes, flaches Dahergerede |
| Siach | Dummkopf |
| Soach | Urin |
| Soacha | Abschaum der Menschheit |
| Soiznega | Spätzünder, vor allem, wenn es ums Kapieren geht. |
| Spruchbeidl | Angeber |
| Stampfa | mit diesen Beinen ist kein Schönheitswettbewerb zu gewinnen |
| Stiabeitl | überaus gemeiner Kerl, von Stierhoden |
| Stoiratz | jemand, den man absolut nicht schätzt |
| Streithamme | Streitsüchtiger Kerl |
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Striezi |
leichtlebiger junger Mann, der gern andere für sich arbeiten lässt - vor
allem Mädchen. Die müssen dann alles mögliche anschaffen gehen… |
| Tt | |
| Tappara | der sieht mit den Fingern und nicht mit den Augen - am liebsten alle Arten von weiblichen Rundungen |
| Tatschla | wie Tappara |
| Tiakl | besonders wildes und zum Fürchten gefährliches Mannsbild |
| Trampe | nicht gerade ein herausragend feinfühliges weibliches Wesen |
| Tratschn | Ratschweib |
| Trietschla | Langweiliger |
| Uu | |
| Uhu, greißlicha | ziemlich unattraktives männliches Wesen |
| Urschl, gschlampade | unordentliche, unbegabte Hausfrau |
| Vv | |
| Vagoida | Homosexueller |
| Vakloghafal | Zuträger, Verräter |
| Viech | Sonderling, der sich nun wirklich nicht zu benehmen weiß. |
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Voidepp |
Volldepp - eine Beleidigung, die adelt. Denn wer so bezichtigt wird, muss schon ganz besonders blöd sein. |
| Voiidiot | vor allem im Straßenverkehr zu findendes Parallel-Exemplar des Volldeppen. |
| Voiksdepp | je nach Betonung entweder die Steigerung oder gleichzusetzen mit Voidepp. |
| Ww | |
| Warma | Homosexueller |
| Watschnbaam | wenn der umfällt, setzt es Prügel |
| Wedahex | altes, zerfurchtes Weib |
| Wiesena | Fiesling, Zuhälter |
| Wimmal, lästigs | aufdringlicher Mensch, der immer wieder mit demselben Anliegen auf einen zukommt. |
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Windbeitl |
Dieser klopft zwar gern große Sprüche, doch sie entpuppen sich fast immer
als heiße Luft. Auf den ist einfach kein verlass. |
| Wuidsau | Diese Gattung Mensch gehört zu den besonders rücksichtslosen und schlampigen Leuten. |
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Wuisla |
einer, der ständig winselt, jammert und sich zur allgemeinen Belästigung
ununterbrochen über das Leben im allgemeinen beklagt. |
| Xx | |
| Xef | untrinkbares Getränk, Gesöff |
| Xide | Einfaltspinsel. Ihm verdanken wir ein weiteres Schimpfwort unter X |
| Yy | |
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Yellowpress |
die sogenannte Regenbogenpresse. Von allen wegen unwahren Berichten
gehasst, verkauft Sie sich dennoch gut. |
| Zz | |
| Zahnaniggl | Heulsuse |
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Zapfa |
eine Dame, die einem Zapfen ähnelt, hat vermutlich auf keinem Gebiet
besonders viel zu bieten. Denn ein Zapfen sieht von allen Seiten gleich aus. |
| Zeck | aufdringlicher Mensch, der sich nicht abschütteln lässt. Lästig wie die niedlichen kleinen Waldtierchen. |
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Zefix |
abgemilderte Kurzform des international bekannten Fluches Kruzifix. Wird
relativ häufig gebraucht und gehört sicherlich unter die Top 10 der bayrischen Schimpfwörter. |
| Ziefan | böse Frau, mit der man nicht zusammenleben kann. |
| Zipfe | Tollpatsch oder Dummkopf, aber auch geringschätziger Begriff für Penis. |
| Zornigl | jähzorniger Mensch |
| Zuchtl | Weibsperson von niederem Niveau |
| Zupfl, oide | sie erfreut sich nun wirklich nicht enormer Beliebtheit |
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Zwidawurzn |
Kotzbrocken beiderlei Geschlechts. Dieser Mensch ist sich selbst zuwider,
zieht es aber vor, seine Mitmenschen mit seinem traurigen Anblick zu traktieren. |
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Dieses Schimpfwörterbuch ist mithilfe diverser
Bücher und Webseiten aber auch mit Eigenverstand zusammengetragen worden.
Sofern ich irgendwelche Urheberrechte verletzen, bitte ich um Verzeihung und
weise auf den Sinn der Sache hin.
Sollten allerdings ernsthafte Probleme auftreten, nehmen Sie bitte Kontakt mit
mir auf dann wird sich eine Lösung finden.